​Theater-AG des Berufskollegs Rheine inszeniert „Alice im Anderland“

„Alice im Anderland“ frei nach Stefan Altherr 

 „Das Stück haben die Schüler sich ausgesucht, weil es sehr deutlich macht, wie es Menschen in psychiatrischen Einrichtungen ergehen kann und welche Ursachen psychische Erkrankungen haben können. Hierbei wird dieses sehr ernste Thema zum Teil in sehr komischer und lustiger Weise beleuchtet“, erklären die beiden Leiter der AG, Olivia Schmits und David Thomas Karnas.

Alice (Sabrina Schüring, links) wird in der Nervenheilanstalt stets von der Grinsekatze (Johanna Kötting) begleitet.Es geht darum, dass im Sinne der Tradition des Theaters des Absurden das originäre Stück „Alice im Wunderland" nun im „Anderland", in einer Psychiatrie, spielt. Die Patienten fühlen sich nicht als Patienten, sondern als Figuren des Stücks „Alice im Wunderland". Somit sollen in der Gesellschaft existierende Krankheiten der Psyche wie  Verfolgungswahn oder multiple Persönlichkeitsstörungen und ihre möglichen Therapien kritisch reflektiert werden. Auch der Blick der Gesellschaft auf diese Krankheiten und ihr Umgang damit werden in Frage gestellt. So ist eine übliche Maßnahme doch das Wegsperren und die Sedierung der Patienten mit Psychopharmaka.

Zur Handlung: Alice (Sabrina Schüring) lebt als Patientin Nr. 263 in der Nervenheilanstalt Ramstein-Miesenbach, die Grinsekatze (Johanna Kötting) ist dort ihre ständige Begleiterin. Weitere Patienten lernt sie dort kennen. Zum einen ein Kaninchen (Lena Moll), welches unter Verfolgungswahn leidet, eine Raupe (Romy Kerkdyk), die sich mit Betäubungsmitteln über Wasser hält, eine Herzogin (Meike Emens), die ihr Kissen den ganzen Tag dabei hat und eine Köchin (Alea Stolzenberger), die fortwährend von Hunger geplagt wird.

Diese werden allesamt betreut von Ärzten und Pflegern. Dabei möchte Arzt 2 (Maximilian Passgang) mit Hilfe einer Gesprächstherapie die Leiden der Insassen lösen. Davon hält Ärztin 1 (Jasmin Rottmann) gar nichts. Sie greift gern zu Tabletten, um die Patienten ruhig zu stellen. In den Zwischenspielen stellen Ärztin 3 (Jacqueline Brüggemann) und Arzt 4 (Marvin Albersmann) die verschiedenen psychischen Krankheitsbilder vor.  Den Ärzten zur Hand gehen die Lakaiinnen (Laura Mieseler und Sophie Heitkamp), auch ein Herzbube (Samuel Haubrich) mischt in der Therapie mit einem Schlagstock mit. Am meisten Angst haben die Patienten jedoch vor der Herzkönigin (Linda Rogall).

Die Premiere findet am 19.06.2018 um 19 Uhr in der Aula des Berufskolleg Rheine statt. Eine weitere Schulaufführung gibt es am Montag, den 26.06.2018 um 09.30 Uhr.
 
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Veröffentlicht: 19:33:05 17.06.2018