​MINT-Tag mit gut 60 Achtklässlern am Berufskolleg Rheine

Verpackt in einem neuen Gewand fand am vergangenen Donnerstag (26.04.2018) der MINT-Tag am Berufskolleg Rheine statt. Analog zum deutschlandweiten Girl´s und Boy´s Day nahmen gut 60 Achtklässler von der Emmy-Noether-Schule in Neuenkirchen und der Elsa-Brändström-Realschule in Rheine am MINT-bezogenen Kursangebot (zdi-BSO-MINT) teil.

Nachdem die Schülergruppen gegen 8 Uhr das Berufskolleg Rheine erreichten, wurden sie vom Schulleiter Benedikt Karrasch und vom zuständigen zdi-Betreuer Torsten Strecke in der Aula in Empfang genommen. Nach einer kurzen Begrüßung gaben die zuständigen Dozenten der niederschwelligen MINT-Kurse einen kurzen Überblick über die Kursinhalte.
 
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So organisierten sich die Achtklässler in den Kursen: „Ein Kugelschreiber aus Holz“, „Konstruktion und Druck eines 3D-Puzzles“, „Robotik zum Anfassen“ und „Programmiere einen Mikrocontroller!“. In den nächsten vier Stunden mussten die Schüler dann selbst ans Werk gehen.

In der Holzwerkstatt des Berufskollegs formten die Schüler unter der Leitung von Franz Frie und Thomas Sommer einen Holzblock in Stiftform und führten eine Mine ein. Anschließend konnten sie das Modell individualisieren, indem Sie per Lötkolben Muster auf den Stift einbrannten. Auch geölt werden mussten die Exemplare. Stolz über das Ergebnis konnten die Teilnehmer am Ende einen Kugelschreiber aus Holz mit individueller Note mit nach Hause nehmen.

Beim 3D-Druck kam es auf die Bedienung der CAD-Software „SolidWorks“ an. Hier mussten die Schüler unter der Leitung von Christoph Bülter und Martin Siemon die Bestandteile konstruieren, die später zum 3D-Puzzle gehörten. Aufbereitet werden musste die Datei dann für den 3D-Druck, um die Puzzleteile dann auf den schuleigenen 3D-Druckern von der Marke Ultimaker auszudrucken. Dies dauerte natürlich zu lange, sodass die Schüler bereits vorab gedruckte Puzzleteile mit nach Hause nehmen konnten. Und tatsächlich: Das Zusammensetzen der drei Bestandteile war gar nicht so einfach und forderte viel Geschick. Die Schüler staunten, zu welchen Ergebnisse die heutigen 3D-Drucker fähig sind.
 
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Beim Robotik-Kurs beschäftigten sich die Schüler mit einem dreirädrigen Roboterfahrzeug, das mit einem Arduino Nano-Mikrocontroller angesteuert wurde. Hier war die Herausforderung unter der Anleitung von Christian Hoof und Berthold Sommer sowie den Schülern der Berufsfachschule für Elektrotechnik, den Arduino mit seiner Programmiersprache so anzulernen, dass die Fahrzeuge kontrolliert fahren konnten. Doch der Erfolg am Ende des Kurses gab den Schülern recht: Sie hatten auch mit der Unterstützung der Berufskolleg-Schüler die Fahrzeuge so programmiert, dass sie sich um ihre eigene Achse drehen und vor- und rückwärts fahren konnten.
 
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Der Mikrocontroller Arduino stand auch in einem weiteren MINT-Kurs im Mittelpunkt. Hier entwickelten die Schüler aus den Basis-Sets mit vielen Sensoren und Aktoren unterschiedliche Schaltungen wie beispielsweise ein Lauflicht oder die Textausgabe auf einer LCD-Anzeige. Die Schüler gingen auch hier mit einem Erfolgserlebnis nach Hause, denn sie konnten unter der Anleitung der Dozenten Werner Berndsen und Michael Gah sowie Auszubildenden aus der Berufsfachschule für Informationstechnik viel Unterstützung erfahren und waren am Ende in der Lage, eine funktionierende Schaltung zu entwickeln.

Alles in allem handelte es sich beim MINT-Tag um eine gelungene Veranstaltung, die den Schülern aus der 8. Klasse Perspektiven in MINT-Fächern aufzeigte – hier insbesondere in den Bereichen Maschinenbautechnik, Informatik, Elektrotechnik sowie Holztechnik –mit der Absicht, dass sie vielleicht später eine Berufsentscheidung in diese Richtung treffen.

Veröffentlicht: 17:07:54 03.05.2018