​UTA1 und UTA2 besuchten Europas größtes Abfall-Recycling- und Verwertungswerk in Lünen

Im Zusammenhang mit dem Themenbereich Abfallbehandlung besuchten die erste und die zweite Jahrgangsstufe der Umweltschutztechnischen Assistentinnen und Assistenten das so genannte Lippewerk der Firma Remondis in Lünen. Die Größe dieses Recycling-Werkes ergibt sich aus den vielen verschiedenen Abfallverwertungsanlagen, die auf dem Werksgelände zu finden sind: So gibt es z. B. eine Tierkadaverbeseitigungsanlage, eine Kunststoff-Recycling-Anlage für Hartkunststoffe, wie sie z. B. bei Kanistern und Fässern verwendet wird, eine Kompostieranlage, eine Elektrogeräte-Recycling-Anlage - hier ist bei der Zerlegung auch einiges an Handarbeit erforderlich, eine Biodieselerzeugungsanlage und eine thermische Holzverwertungsanlage. Des Weiteren gibt es eine große Versuchsanlage, in der ausgediente Autobatterien in einer Zweitverwendung als lokaler Stromspeicher dienen. Remondis betreibt im Lippewerk auch einen eigenen Chemielaborkomplex.

Zu Beginn des Besuches präsentierten vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Remondis, von denen einige dem Management angehörten, den Schülerinnen und Schülern den weltweit tätigen Gesamtkonzern mit seinen zahlreichen Geschäftsfeldern sowie die beruflichen Möglichkeiten, die sich für ausgebildete Umweltschutztechnische Assistentinnen und Assistenten auftun. Es wurde erfreulicherweise deutlich, dass Remondis großes Interesse an unseren Schülerinnen und Schülern als potentiell zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat. Auch wurden generell Praktikumsplätze in Aussicht gestellt, nicht nur in Lünen, sondern auch in Osnabrück - aufgrund der Nähe zu Rheine besonders interessant.

Nach einer Mittagspause, während der die Gäste netterweise mit belegten Brötchenhälften und diversen Kalt- und Heißgetränken bestens versorgt wurden, startete die Rundtour mit dem Bus über das Werksgelände. Geführt wurde sie von einem ehemaligen Remondismitarbeiter, der aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit im Lippewerk sehr kompetent, aber auch humorvoll rüberkam. Leider konnte aus Sicherheitsgründen keine der Anlagen von innen erkundet werden, was aus umweltschutztechnischer Perspektive besonders interessant gewesen wäre. Aber die Fahrt hatte sich dennoch auf jeden Fall gelohnt.

Die UTA1, UTA2 und die begleitenden Lehrkräfte bedanken sich ganz herzlich bei allen beteiligten (ehemaligen) Remondismitarbeiterinnen und -mitarbeitern für die Organisation dieses gelungenen Besuches und die herzliche Gastfreundschaft.

Veröffentlicht: 16:17:24 16.07.2017