​Forscherdrang lässt sich von der Pandemie nicht bremsen

Berufskolleg Rheine des Kreises Steinfurt beteiligt sich mit 10 Arbeiten am Jugend forscht Regionalwettbewerb

Aufgeregtes Treiben beherrschte die Räumlichkeiten im Erdgeschoss des E-Gebäudes an der Sprickmannstraße. Zehn Teams des Projektlabors Berufskolleg Rheine sind beim Regionalwettbewerb angetreten, um ihre Arbeiten im Jugend forscht oder Schüler experimentieren-Wettbewerb vorzustellen.
 
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Stellt doch die Corona-Pandemie nahezu alle Bereiche des Lebens vor gravierende Herausforderungen, so zeigt sich doch, dass der Forscherdrang unter ihr nicht zum Erliegen kommt. Nahezu alle Teams beklagten, dass der Austausch in den Räumlichkeiten des Projektlabors in der Intensität früherer Jahre gefehlt habe. Aber alle Wettbewerber zeigten, dass dies für sie vielleicht ein Grund, aber kein Hindernis war. Manche Wettbewerber traten allein an, aber auch Zweier- und Dreier-Teams bewiesen, dass Kontaktbeschränkung nicht bedeutet, dass ein Projekt stagnieren muss. Und dabei kamen auch komplexe Aufbauten heraus: Sven Hübner und Erik Frey untersuchten etwa Störeinflüsse beim Verbrennungsprozess in einer Turbine. Ihr Versuchsaufbau Matilda vereint messtechnische Präzision, Variabilität im Aufbau und einen grundsoliden schweren metallischen Corpus, um eine möglichst stabile Verbrennung mit Wasserstoff zu erzeugen und auszuwerten. Jeffrey Stolte, Justin Schröder und Anton Wösting vereinten ihre Kräfte in der „Primo-Circulum-machina-500-150“, die als Variante des Stirling-Motors die Wirkung rotierender Verdrängungskolben untersucht. Auch hier stand die Herstellung eines geeigneten Modells auf der einen Seite, die Erfassung und Auswertung der Versuchsdaten auf der anderen.
 
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Andere Arbeiten zeigten auch kurzerhand den Einfluss der gegenwärtigen Situation: Noah Albers, Fabian Pflegt und Leon-Calvin Nuran entwickelten mit dem „Herbert CO2-System“ eine praktikable Messstelle, die das empfohlene Lüftungsverhalten auf der Basis der Luftqualität in Zusammenhang mit Raumgröße und Nutzung bringt. Noah Albers und Fabian Pflegt haben gleichzeitig ein System entwickelt, mit dem die Kontaktverfolgung für positiv Corona-Getestete erleichtert wird. Lasse Groon und Jannik Schriever wiederum haben aus eigenen Probleme ihre Schlüsse für ihr Forschungsprojekt gezogen: Deutliche Probleme, den Lehrer aus der Quarantäne im Hybridunterricht zwischen den Nebengeräuschen des Klassenraums zu verstehen, führten zu ihrer Untersuchung. Sie erarbeiteten Schritte, wie man einzelne Signalquellen gezielt aus einem Gewirr akustischer Reize herausfiltern kann.
 
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Die Vorstellung der Projekte dauerte zwei Tage, die Entscheidung wird am Montag gefällt und bekanntgegeben. Auch die Juroren lassen sich hier von der Pandemie nicht beirren: Von der Begrüßung der Teilnehmer über die Präsentation der Projekte und die Gespräche darüber bis zur Siegerehrung läuft alles virtuell ab.

Veröffentlicht: 10:01:37 28.02.2021