Information des Ministeriums für Schule und Bildung

Teilnahme an Unterricht und Prüfungen von vorerkrankten Schülerinnen und Schülern bzw. von Schülerinnen und Schülern, die pflegebedürftige Angehörige mit Vorerkrankungen im häuslichen Umfeld betreuen

Sofern Schülerinnen und Schüler in Bezug auf das Corona-Virus (COVID-19) relevante Vorerkrankungen haben, entscheiden die Eltern – gegebenenfalls nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt, ob für ihr Kind/ für sie eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen schriftlich mit, dass aufgrund einer Vorerkrankung eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch grundsätzlich möglich ist.
Gleiches gilt auch für Schülerinnen und Schüler, die pflegebedürftige Angehörige mit Vorerkrankungen  im häuslichen Umfeld betreuen.
Die Art der Vorerkrankung braucht aus Gründen des Datenschutzes nicht angegeben zu werden. Bei volljährigen Schülerinnen und Schülern gelten die vorstehenden Ausführungen entsprechend.

Relevante Vorerkrankungen sind:
  • Therapiebedürftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. coronare Herzerkrankung, Bluthochdruck)
  • Erkrankungen der Lunge (z.B. COPD, Asthma bronchiale)
  • Chronische Lebererkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Onkologische Erkrankungen
  • Diabetis mellitus
  • Geschwächtes Immunsystem (z.B. auf Grund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z.B. Cortison)
In der Folge entfällt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht.
Diesen Schülerinnen und Schülern sollen Lernangebote für zu Hause gemacht werden (Lernen auf Distanz).

Eine Teilnahme an Prüfungen ist für diese Schülerinnen und Schülern durch besondere Maßnahmen zu ermöglichen.
So muss das Schulgebäude zu einer bestimmten Zeit einzeln oder durch einen gesonderten Eingang betreten werden können und erforderlichenfalls die Prüfung in einem eigenen Raum durchgeführt werden.
Wichtig: Da unter Umständen diese Schutzmaßnahmen in ihrem Umfang nicht sichergestellt werden, wird für diese Fälle ein Nachholtermin unter dann geeigneten Bedingungen angeboten werden.


Im Übrigen gelten die allgemeinen Regeln für das krankheitsbedingte Versäumen von Prüfungen.

Veröffentlicht: 18:10:54 20.04.2020