​Fridays for future – nun in der Schulversion

Projekttag am Berufskolleg mit der Smartakademie „Klima.Macht.Zukunft“

Dass man freitags nicht nur auf den Straßen der Republik, sondern auch im Klassenraum etwas für die Umwelt und das Klima tun kann, zeigte sich am Projekttag „Klima.Macht.Zukunft“, der im Berufskolleg Rheine des Kreises Steinfurt abgehalten wurde. Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule für Soziales und Gesundheit, der Berufsfachschule für Umweltschutztechnik und des Beruflichen Gymnasiums hatten die Möglichkeit, in fünf verschiedenen Workshops aus verschiedensten Perspektiven Fragen zum Klima durchzuspielen und nach Lösungen für die Umweltproblematik zu suchen.

Klima.Macht.ZukunftSchulleiter Benedikt Karrasch machte in seiner Begrüßung bereits deutlich, dass das Thema nicht nur ein Herzensanliegen einzelner Lehrender und Lernender ist, sondern schon als schulische Angelegenheit betrachtet werden kann. Auch Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann erfasste die gesellschaftliche Aufgabe des Klimaschutzes als besonders politisches Thema. Die wesentliche Aufgabe sei es, die Komplexe Klima und Wirtschaft zu vereinen und nicht – wie zuletzt teilweise beim Wirtschaftsforum in Davos – gegeneinander abzuwägen. Ökonomische Zwänge des Betriebes seien die eine, die ökologische Komponente die andere Seite der betrieblichen Medaille. Frank Tischner, der als Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft gleichzeitig stellv. Vorsitzender der „energieland 2050“ im Kreis Steinfurt ist, begrüßte ausdrücklich, dass sich „eine Generation zu Wort meldet“, gleichzeitig forderte er nun aber auch die Übernahme von Verantwortung ein. Wesentliche Aspekte verantwortlichen Handelns wie Nachhaltigkeit und Regionalität folgen dem Ansatz des Kreises Steinfurt, eine Region zukunftsfähig zu machen. Einen unmittelbaren Übergang stellte nun Frau Gärtner her, die den „energieland2050 e.V.“ genauer vorstellte. Gleichzeitig lieferte sie in Ihrem Vortrag aber bereits zahlreiche Fakten, mit denen die Dringlichkeit des Klimawandels deutlich wurde. Im regionalen und globalen Maßstab zeigen die Zahlen gleichermaßen, wie die Erde sich erhitzt und unsere Hilfe verlangt. Besonders Bonbon für die Zuhörer: Im Gepäck hatte Frau Gärtner noch Praktikumsplätze. Aber auch kleinere Projekte wie etwa „Wie verkleinere ich meinen ökologischen Fußabdruck“ zeigten schnelle, einfache und doch wirksame Hilfen auf und wurden später als Workshop fortgesetzt. Als letzter Impulsgeber vor den Workshops erläuterte Guido Wermers die Umweltschutzbemühungen der Stadt Rheine. Dabei erläuterte er nicht nur die Ziele der Emissions- und Endenergiereduktion, sondern auch weniger bekannte Facetten des Themas, etwa die Auseinandersetzung mit Starkregenereignissen und der sommerlichen Hitze.
 
Klima.Macht.Zukunft  Klima.Macht.Zukunft  Klima.Macht.Zukunft  Klima.Macht.Zukunft

Mit den vielfältigen Ideen inspiriert begannen für die Schülerinnen und Schüler nun die Workshops, die von der betrieblichen Perspektive am Beispiel der Firma Kettelhack über die Diskussion über politische Teilnahmemöglichkeiten (Moderation: Alida Mutlak und Linus Walter) bis hin zum Faktenwissen über den Klimawandel, der von Holger Voigt moderiert wurde. Wer nun anschließend mit Umweltpsychologin Anne Wiemker den Umgang mit Klimaleugnern diskutierte, war für jede Diskussion gewappnet.
 
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Die Vielfalt der Workshops trug ebenso wie das Engagement der Schülerinnen und Schüler dazu bei, dass der „Friday for Future @ School“ ebenso kurzweilig wie interessant verging. Die Abschlussdiskussion zeigte aber auch auf, dass dies alles nur der Anfang sei und viele weitere Bemühungen erforderlich sein werden, um unsere Erde zukunftsfähig zu machen.

Veröffentlicht: 09:45:47 15.02.2020