​Gut behütet und beobachtet zurück in die natürliche Form

Umweltschutztechnische Assistent*innen überreichen der Stadt Rheine die Randelbach-Analyseergebnisse

Kurz nach den Sommerferien führte die Oberstufe der Berufsfachschule für Umweltschutztechnik am Berufskolleg Rheine des Kreises Steinfurt (UTA3) ein zweiwöchiges Projekt durch. Im Rahmen des Kooperationsvertrages mit der Stadt Rheine bestand das Projekt in diesem Jahr erstmalig darin, die Gewässergüte des Randelbaches in Rheine-Bentlage zu analysieren.

Die biologischen und chemischen Analysen des Gewässers, aber auch des bachnahen Bewuchses ergaben, dass der Zustand des Randelbaches nicht mehr der natürliche Zustand, aber auch nicht dramatisch schlecht ist. Die geltenden Grenzwerte für Oberflächengewässer werden zwar eingehalten, aber er ist mit der Gewässerstrukturklasse 4 „deutlich verändert“ – verändert bedeutet hier vom Menschen verändert – und sowohl in der biologischen als auch in der chemischen Gewässergüteklasse 2 als „mäßig belastet“ einzuordnen. Zu diesen Ergebnissen kamen die Schüler*innen unter anderem durch Zählen kleinerer Gewässertiere wie zum Beispiel der Bachflohkrebse und durch die chemische Wasseranalyse hinsichtlich enthaltener relevanter Stoffe wie z. B. des Sauerstoffs.
 
​Gut behütet und beobachtet zurück in die natürliche Form

Das Randelbach-Projekt ist vor allem deshalb besonders, weil dieser Bach aktuell tatsächlich von der Stadt Rheine renaturiert wird. Die Maßnahmen starteten fast zeitgleich mit dem Projekt, so dass die Schüler*innen den alten Zustand des Baches erfassen konnten, bevor die Renaturierungsmaßnahmen ihre Wirkung entfalten. Renaturieren bedeutet, dass die vom Menschen am Bach vorgenommenen Veränderungen wie z. B. Befestigungen mit Steinen und Begradigungen zurückgebaut werden und dem Bach so weit wie möglich seine natürliche Form zurückgegeben wird. Die Schüler*innen werden in den kommenden fünf Jahren regelmäßig den Randelbach biologisch und chemisch untersuchen und damit alle Auswirkungen der Renaturierung schnell beurteilen können, Grundlage dieser Zusammenarbeit ist die erst im Sommer 2019 Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Rheine und dem Berufskolleg.

Eine Delegation der aktuellen UTA3 überreichte am 22. November 2019 die ausführlich dokumentierten Ergebnisse der Gewässeruntersuchung an Herrn Wolters, der als Vertreter der Stadt Rheine die Renaturierung des Randelbaches begleitet.

Veröffentlicht: 19:45:52 26.11.2019