​Die UTAs nehmen Rheines Abwasserbehandlung unter die Lupe

Da die Abwasserbehandlung in der Ausbildung der angehenden Umweltschutztechnischen Assistent*innen (UTA) ein wichtiges Themengebiet ist, durfte ein Besuch der Kläranlage Rheine Nord natürlich auch bei der diesjährigen UTA2 (Mittelstufe) nicht fehlen. Und so erkundeten die Schüler*innen am 28. Juni 2019 den Weg des Abwassers vom Zufluss durch den Grobrechen über die drei Reinigungsstufen bis zum Vorfluter, über den das ausreichend gereinigte Wasser Richtung Ems abfließt. Sie erfuhren auch, dass eine vierte Reinigungsstufe auf Basis von Aktivkohlepulver zwar geplant ist, dass aber bisher noch offen ist, ob und ggf. wann sie gebaut wird. Mit Hilfe dieser Stufe könnten auch Medikamentenrückstände und medizinische Kontrastmittel aus dem Wasser entfernt werden. Dieses ist aber bisher noch nicht gesetzlich gefordert, und so erspart man den Rheinenser*innen noch die Baukosten.

Nicht nur die verschiedenen Abwasserreinigungsschritte weckten das Interesse der Schüler*innen, sondern auch der Umgang mit dem im Faulturm entstehenden Klärgas und dem zurückbleibenden Klärschlamm: Das Klärgas besteht zu einem Großteil aus Methan, das in zwei Blockheizkraftwerken genutzt wird, um einen beachtlichen Teil des Strom- und Wärmebedarfs der Anlage abzudecken; der Klärschlamm wird mit Hilfe von Zentrifugen getrocknet und dann im Steinkohlekraftwerk Ibbenbüren verbrannt.
 
​Die UTAs nehmen Rheines Abwasserbehandlung unter die Lupe

Die UTA2 bedankt sich ganz herzlich beim Leiter der Kläranlage Rheine Nord Herrn Schütze, der die Besuchergruppe wie gewohnt kompetent und freundlich über die Anlage geführt hat.

Wer weitergehende Informationen über die Berufsfachschule für Umweltschutztechnik haben möchte, z. B. welche Aufnahmevoraussetzungen gelten und welche Abschlüsse erzielt werden können, findet hier weitergehende Informationen.

Veröffentlicht: 18:20:30 10.07.2019