​UTA2 und UTA3 überzeugen sich vom Strahlenschutz im KKW Emsland

Nein, kein Aprilscherz: Die Schüler*innen der UTA2 und der UTA3 (angehende staatlich geprüfte Umweltschutztechnische Assistent*innen) haben sich am 1. April 2019 tatsächlich vor Ort von den Strahlenschutzmaßnahmen im Kernkraftwerk Emsland in Lingen überzeugt. Zunächst durften sie dem Vortrag des Gästeführers lauschen, der 30 Jahre lang im KKW Emsland gearbeitet hatte. Er hielt aber keinen Monolog, sondern gab den Schüler*innen Gelegenheit, mit ihm über Themen wie Energiewende, Bau neuer Höchstspannungsleitungen, Gas- und Dampfkraftwerke und selbstverständlich Aufbau, Funktion und Strahlenschutz im KKW Emsland ins Gespräch zu kommen. Dabei hielt er auch nicht mit seiner Meinung hinter dem Berg, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien absolut richtig und wichtig sei, dass die Energiewende aber nicht irgendwie, sondern intelligent gemanagt werden müsse und dass es ohne das Mitziehen der Bevölkerung kaum erfolgreich gelingen könne.
 
​UTA2 und UTA3 überzeugen sich vom Strahlenschutz im KKW Emsland

Nachdem zunächst alle Argumente ausgetauscht und Fragen beantwortet waren, ging es vom Besucherzentrum rüber zum Kraftwerksgelände. Nachdem die Sicherheitsschleusen – ähnlich denen eines Flughafens, aber mit zusätzlicher Strahlenmessung – durchschritten waren, konnte die eigentliche Führung über das Gelände beginnen. Außer dem Inneren des Reaktorgebäudes wurden alle wesentlichen Anlagen und Strahlenschutzvorkehrungen gezeigt und erklärt. Besonders imposant ist der gigantische Turbinen-Generator-Strang mit seinen 1400 MW (Megawatt) Leistung. Zum Vergleich: Eine große Onshore-Windenergieanlage leistet bei starkem Wind etwa 3 MW. Voraussichtlich werden auch nach der Außerbetriebnahme des KKW Emsland 2022 noch Führungen angeboten – dann mit dem zusätzlichen Schwerpunkt Rückbau des KKW, der wohl einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird.

Veröffentlicht: 13:00:00 01.04.2019