​Umweltschutztechnische Assistent*innen beim Netzwerktreffen

​Umweltschutztechnische Assistent*innen beim NetzwerktreffenAm späten Nachmittag des 31. Januar 2019 nahmen die Schüler*innen der UTA2 gemeinsam mit ihren beiden Umweltschutztechniklehrern Herrn Keller und Herrn Köhler sowie ihrem Physiklehrer Herrn Neugebauer am Netzwerktreffen der Windregion Münsterland (windregion.de) teil. Diesmal fand das Treffen im TAT (Technik Arbeit Transfer gGmbH) in Rheine statt. Es stand unter dem Mot-to „Die wirtschaftlichen Chancen einer klugen Energiewende in NRW und Deutschland“. Auch das Berufskolleg Rheine des Kreises Steinfurt gehört dem Netzwerk an. Dieses dient der Stärkung der in der Region ansässigen Windindustrie inklusive der zugehörigen Dienstleister, Forschung, Entwicklung und Bildung.

Besonderes Highlight war der Vortrag von Frau Prof. Dr. Kemfert, einer prominenten Fürsprecherin der Energiewende. Prof. Dr. Kemfert hob die wirtschaftlichen Chancen der Energiewende für die Windindustrie hervor, wies aber auch auf die Notwendigkeiten einer zügigen CO2-Reduktion und einer intelligenten Kopplung der Sektoren Strom, Verkehr und Wärme hin. Selbstverständlich kön-ne Deutschland nicht allein eine Begrenzung der weltweiten Temperaturerhöhung auf 2 oder gar 1,5 °C sicherstellen. Ein Gelingen der deutschen Energiewende sei aber sehr wichtig, möchte man potenzielle Nachahmer weltweit überzeugen. Diesbezüglich werden die deutschen und europa-weiten Bestrebungen weltweit sehr genau beobachtet.

Nach dem Vortrag von Prof. Dr. Kemfert folgte ein Vortrag von Herrn Christoph Dammermann, Staatssekretär im nordrheinwestfälischen Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie. Auch er sieht die Notwendigkeit einer intelligenten Energiewende, wies aber mit Blick auf das Abschalten von Kern- und Kohlekraftwerken darauf hin, dass die Energieversorgungssi-cherheit mindestens auf heutigem Niveau gehalten werden müsse. Hinsichtlich der Windindustrie machte er deutlich, dass es z. B. im Sieger- und Sauerland starke Widerstände der Bevölkerung gegen Windenergieanlagen in Wäldern gebe. Eine Akzeptanzerhöhung sei dort schwierig. Die auf seinen Vortrag folgende Diskussionsrunde, an der er, Prof. Dr. Kemfert und einige Unternehmer und Windparkbetreiber des Netzwerkes teilnahmen, verdeutlichte die verschiedenen Perspekti-ven und Interessen bezüglich des Ausbaus der Windenergienutzung. Den Schüler*innen und Leh-rern ermöglichte die Veranstaltung einen aktuellen Einblick in die wirtschaftliche und politische Realität rund um die Windindustrie in NRW und speziell in der Region. Die Teilnehmer*innen des Berufskollegs bedanken sich bei der EWG Rheine für die Ermöglichung der Teilnahme.


Veröffentlicht: 08:05:19 04.02.2019