Storch & Co. - mit einem stadtbekannten Tier durch fantastische Welten!

Am 05.07. eröffnete in der Emsgalerie um 10.00 Uhr die Kunstausstellung rund um das Thema Storch & Co.! Die Emsgalerie und der NaturZoo Rheine hatten unter der künstlerischen Leitung von Jan Christoph Tonigs aus dem Kloster Bentlage Schülerinnen und Schüler aus 5 Rheiner Schulen zu einem Projekt aufgerufen, dessen kreative Ergebnisse ab sofort in der Emsgalerie zu bewundern sind! Dass bei der ersten Präsentation so viele strahlende Gesichter zu sehen waren, lag sicherlich auch daran, dass das Projekt auf so gelungene Weise viele verschiedene Bereiche des Lebens in Rheine verdichtet. So befindet sich, wie Achim Johann, der Direktor des NaturZoo Rheine, berichtet, die größte Storchenkolonie Deutschlands in der Stadt. 120 Brutpaare sorgen mit ihrem Nachwuchs dafür, dass ab Mitte August, wenn die Vögel zu ihren Winterquartieren ziehen, ca. 400 Störche aus Rheine Richtung Süden abheben. Fast alle der Jungtiere wachsen in Nestern auf, die von ihren Eltern in Baumkronen gebaut wurden. Die Störche, die sich vorwiegend von Kleintieren ernähren und an der Ems sowie auf zahlreichen Wiesen und Äckern in einem Umkreis von ca. 15 km um ihr Domizil am Zoo anzutreffen sind, verbringen die kalte Jahreszeit eigentlich in Westafrika. Viele von ihnen machen inzwischen aber früher Halt, da sie auf Mülldeponien in Südspanien ein reichhaltiges Nahrungsangebot vorfinden, das sie zudem relativ schnell erreichen. Zwischen Februar/März, wenn sie zurückkehren und August/September gehören sie inzwischen zum Stadtbild von Rheine wie die Basilika oder die Emsbrücken.
 
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Besonders nah kamen die Schülerinnen und Schüler aus den Kunstkursen der Pädagogikklassen des Beruflichen Gymnasiums den Tieren bei einer Exkursion in den Zoo, wo ihnen Achim Johann viele Fragen zu den Tieren beantwortete. Mit ihren Kunstwerken, die unter der Leitung ihrer Kunstlehrerin Nadine Böckenfeld entstanden, gelang es ihnen, einen etwas anderen, ziemlich einzigartigen Blick auf die Tiere zu werfen! Auf Fotos bildeten sie die Störche ab und entfremdeten einen Teil des Bildes, indem sie mit eigenen Zeichnungen in eine Fantasiewelt führten, die mit Hilfe einer raffiniert eingesetzten „Lupe“ sichtbar wird. So beziehen die Exponate den Betrachter mit ein und fordern ihn zu einer Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk auf.
 
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In der Emsgalerie, die mit der ausgestellten Kunst von Rheiner Schülern tatsächlich zur Galerie wird, ist man sich einig, dass das tolle Projekt eine starke Brücke zwischen Stadt und Einkaufszentrum geschlagen hat und so bedankt sich Patrick Stürmer, der Center Manager, bei den Schülerinnen und Schülern sowie deren Lehrerinnen.

Auch Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann zeigte sich begeistert von der Kreativität und Kunstfertigkeit der Schülerinnen und Schüler. Auf einem Rundgang erhielt das große Publikum Einblick in die Ideen hinter den Kunstwerken. Für die Kunstkurse vom Berufskolleg übernahmen Henrike Jost Westendorf, Viktoria Herbolt und Nele Berning die Präsentation der Ergebnisse ihrer Arbeit, die sicherlich noch eine Zeit lang in der Emsgalerie zu sehen sein werden.

Veröffentlicht: 16:31:41 08.07.2018